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Referenz Wehranlage
Komplexbauwerk Wehr und Schleuse Kossenblatt (Spree) | Auftraggeber | Landesumweltamt Brandenburg Regionalabteilung Süd, Referat RS6 Cottbus | | Leistungsumfang | Leistungsphasen 1 bis 7 | | Bauausführung | von November 2004 bis Ende 2006 |
Das Nadelwehr Kossenblatt wurde um 1909 im Zuge des Spreeausbaus zur Regulierung der Wasserstände errichtet, 1945 teilweise zerstört und nach dem Krieg nicht vollständig wieder aufgebaut. Die 1988 am Standort errichtete Schleuse war seit 1987 aus Standsicherheitsgründen stillgelegt. Der Bauzustand beider Anlagen hatte sich so stark verschlechtert, daß im Februar 2003 der beiden brandenburgischen Ministerien für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr, sowie Landwirtschaft, Umweltschutz und Raumordnung den umgehenden Neubau der Stauhaltung angeordnet hatten. Der Planungsauftrag von PTW beinhaltet neben dem Wehr und der Schleuse die Planung der zwei Fischaufstiegsanlagen und die Sanierung der vorhandenen Bootsschleppe. Das Wehr besteht aus 4 Feldern zu je 9,0 m Breite. Mit einer Gesamtöffnungsbreite von 36 m kann ein Hochwasserabfluß eines statistisch alle 100 Jahre wiederkehrenden Bemessungshochwasser- abfluß schadlos über das Wehr abgeführt werden. Die Stauregulierung der Anlage erfolgt mit Hilfe von Doppeltafelschützen. Die Lasten aus dem Staudruck werden in den Verschlußnischen über Gleitschienen in die 2,0 m breiten Pfeiler abgetragen.  Unterwasserseitige Ansicht (Foto vom Dezember 2006)
 Ansicht von Oberwasser (Foto STRABAG vom März 2007)
Jedes der 4 Wehrfelder des Wehres Kossenblatt hat einen Ober- und einen Unterschütz. Jedes Schütz hat einen eigenen Elektroantrieb. Die Bedienung der Wehrantriebe kann wahlweise vom Steuerschrank, der sich im denkmalgerecht sanierten Steuerhaus der alten Schleuse befindert, mit Hilfe eines Reparaturtableaus oder in Notfällen per Hand mit einer Handkurbel bedient werden. Dem Wehr ist ein Tosbecken zur Energieumwandlung nachgeschaltet. Die Tosbeckenlänge beträgt etwa 13,0 m. Daran schließt auf ca. 70 m eine Sohlsicherung aus Wasserbausteinen an. Die einzelnen Wehrfelder der Anlage können zu Revisionszwecken mit Hilfe von Nadeln trockengelegt werden. Zu diesem Zweck sind beidseitig der Wehrverschlüsse Bedienstege angeordnet, die das Setzen der Nadeln ermöglichen. Die Bedienstege dienen als oberer Nadelanschlag. .
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Auftraggeber
Projektdetails
 Denkmalgerecht saniertes Steuerhaus des alten Schleuse beherbergt die Steuerungsanlage des Komplexbauwerks Wehr- und Schleuse Kossenblatt
Detail Wehrfeld im Bauzustand
Unterwasserseitige Ansicht der Wehranlage im Bauzustand
Oberwasserseitige Ansicht der Wehranlage im Bauzustand
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