|
Referenz Fischaufstiegsanlagen
Komplexbauwerk Wehr und Schleuse Kossenblatt (Spree) | Auftraggeber | Landesumweltamt Brandenburg Regionalabteilung Süd, Referat RS6 Cottbus | | Leistungsumfang | Leistungsphasen 1 bis 7 | | Bauausführung | von November 2004 bis Ende 2006 |
Das Komplexbauwerk Wehr- und Schleuse Kossenblatt besteht aus einer 4‑feldrigen Wehranlage mit Doppeltafelschützen, einer Bootsschleuse und 2 Fischaufstiegsanlagen. Durch den Bau der beiden Fischaufstiegsanlagen wird die lineare Durchgängigkeit der Spree im Bereich Kossenblatt für aquatische Organismen wiederhergestellt. Der Fischweg soll die abwärts- und aufwärtsgerichtete Wanderung über die Stauanlage ermöglichen, Fischaufstiegsanlage Hauptspree Die Fischaufstiegsanlage in der Hauptspree befindet sich zwischen Wehr und Schleuse. Sie ist als technisches Gerinne in Form eines Schlitzpasses ausgebildet.  Foto Schlitzfischpass Hauptspree
Die Schlitzweite beträgt 30 cm bei einer Gesamtbreite des Gerinnes von 2,50 bzw. 3,00 m. Zur Überwindung der Wasserspiegeldifferenz sind insgesamt 11 Becken angeordnet. Im achten Becken ist ein Bypaßschütz angeordnet, mit dessen Hilfe bei geringeren Wasserspiegeldifferenzen die Leitströmung im Unterwasser verstärkt werden kann. Stauwände und Umlenkblöcke sind aus Holz hergestellt. Der Fischpass ist im Bereich der Wehrwange halbseitig mit Lichtgitterrosten abgedeckt, um die Kontrolle und Reinigung der Anlage zu erleichtern. Für Revisionszwecke sind zudem im Ober- und Unterwasser Verschlußnischen für Dammbalken vorgesehen. Ein Schwimmbalken am Einlauf verhindert den Eintrag von Geschwemmsel. Auf dem oberwasserseitigem Fischpasspfeiler ist ein Säulenkran montiert, mit dessen Hilfe eine Reuse zur Funktionskontrolle des Fischaufstiegs in den Fischpass gehoben werden kann. Fischaufstiegsanlage Schloßspree Die Fischaufstiegsanlage in der Schloßspree wurde im dafür vorgesehenen linken Wehrfeld des Schloßspreewehres eingebaut und ist in einer naturnahen Bauweise als Sohlengleite in Riegelbauweise hergestellt. Als Trennung des Fischaufstiegs vom Wehr dient eine Stützmauer in Stahlbetonbauweise in Verlängerung des Mittelpfeilers. Die linksseitige 1:2 geneigte Böschung (befestigt mit Wasserbausteinen) sowie ein 80cm breiter Weg zur Kontrolle und Pflege der Anlage vervollständigen den Fischaufstieg. Es wurden12 Riegel aus natürlichen großformatige Bruchsteinen eingebaut. Die Beckenwassertiefen liegen über der vorgegebebnen Mindestwassertiefe von 50cm .  Foto: Fischaufstieg Schloßspree, Blick von Unterwasser
|
Auftraggeber

Projektdetails
 Detail Umlenkhölzer im Schlitzfischpass
 Detail Becken im Schlitzfischpass
 Detail Betonarbeiten am der Fischrampe Schloßspree
 Detail Steinsetzungsarbeiten für die Herstellung der Riegel am Fischaufsteige Schloßspree
|